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Genossenschaftswohnungen Bern 2010

Wettbewerb

Mit zwei senkrecht zum Le Corbusier Platz ausgerichteten 4-geschossigen Baukörpern und dem dazwischen aufgespannten Hof entsteht eine Anlage, die eine starke Einheit bildet und die in unmittelbarer Nachbarschaft zur grossmassstäblichen Siedlung Gaebelbach bestehen kann. Die zum Le Corbusier Platz hin eher geschlossenen Bauten öffnen sich in ost-west-Richtung mit grosszügigen Fensterfronten, Terrassen und Gärten.

Der Gemeinschaftsraum in einem eigenständigen Hofgebäude öffnet sich direkt zum Le Corbusier Platz und wird so auch für öffentliche (-oder quartierüber-greifende) Veranstaltungen und externe Benützer attraktiv, ohne dass störende Einflüsse auf die Bewohner zu befürchten sind. Ein Grossteil der Hof- und Umgebungsfläche wird den Erdgeschoss-Wohnungen als private Gärten zugeteilt. Die in den Lichthöfen der Einstellhalle gepflanzten Bäume wirken als optischer Filter respektive Sichtschutz zwischen den Baukörpern. Sie strukturieren den Hofraum und schaffen Orte, an denen eine Vielfalt verschiedener Nutzungen vorstellbar ist. Direkte Verbindungen von jedem Hauszugang/ Treppenhaus zum Hof machen die Anlage für Bewohner sehr durchlässig, ohne dass die mit Hofmauern und Hecken abgegrenzten Gärten und Terrassen ihre Privatsphäre einbüssen.

Über kompakte innenliegende Treppenhäuser, die über das Dach belichtet sind, werden die 52 ost-west-orientierten Wohnungen und die unmittelbar vor den Wohnungen liegenden Abstellräume erschlossen. Die grosszügigen Wohn-Küchen sind alternierend zum Hof und zur Strasse hin angeordnet. Kompakte nutzungs-neutrale Wohnräume und Zimmer, effiziente Erschliessungsbereiche sowie grosse Terrassen bieten viel Flexibilität für unterschiedlichste Wohnformen. Wohnen und Schlafen sind jeweils zur Hof- und zur Strassenseite möglich, wobei das Wohnzimmer auch Schlafzimmer sein kann, die Küche auch als Wohnraum denkbar ist. Mit einer Raumhöhe von 2.80m und hohen
Fenstertüren wird erreicht, dass trotz grosser Gebäude- tiefe und vorgelagerten Terrassen ausreichend Tageslicht in die Wohnräume dringt. Schottenartige Trennwände auf Terrassen und in den Gärten garantieren trotz hoher baulicher Dichte und intensiv genutzten Aussenräumen ausreichende Privatsphäre und auch Schutz vor Lärm. Eine rigide Tragstruktur mit durchlaufenden Wohnungs- trennwänden und Steigzonen verspricht gute Schall-dämmeigenschaften, ermöglicht effiziente Hausinstal-lationen und ergibt die erwünschte Flexibilität in der Anordnung der die nichttragenden Zimmerwände.