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91 Wohnungen in Pfungen bei Winterthur 2005

Studienauftrag "Dürrenrain", 2. Rang
Zusammenarbeit: Kräuchi/Friberg/Koellreuter Arch, Basel
Auftraggeber: Keller AG Ziegeleien, Pfungen

Situation
Grösse und Lage des Dürrenrain Areals erlauben es, eine Struktur mit eigener Identität zu schaffen, die für das sich wandelnde Dorfbild prägend werden kann. Die vorhandenen, zum Teil historisch wertvollen Relikte werden als eigentliche Kristallisationskerne interpretiert und als Ausgangspunkte für die neue Bebauungsstruktur genommen. Vier lange Baukörper erstrecken sich von Süd nach Nord über die ganze Tiefe der Parzelle und nehmen die vorhandenen Bauten jeweils in ihre Mitte. An der Weiacherstrasse folgen die neuen Volumen in ihrer Höhenentwicklung dem zulässigen Lärmgrenzwert, entwickeln sich in der Mitte der Parzelle zur vollen Höhe von drei Geschossen mit Attika, um sich gegen Norden entlang der Topografie wieder abzutreppen.

Wohnungen
Die Baukörper sind entlang der Topografie in der Höhe gestaffelt. Der Versatz von jeweils 60 bzw. 120 cm erlaubt es, die Wohnungen so übereinander zu schichten, dass jede Einheit einen überhohen Wohnraum mit einer lichten Höhe von 3.00m erhält. Zwei Grundtypen mit durchgehenden resp. verschränkten Wohn-Essräumen werden mit dem Prinzip der variierenden Raumhöhen kombiniert, sodass neun verwandte, in Grösse und Detailorganisation jedoch unterschiedliche Wohnungstypen mit ausgeprägtem Ost-West Bezug entstehen. Grosszügige Familienwohnungen mit direkter Parkierung und Dorfnähe, kompakte Geschosswohnungen mit Fernsicht neben Atelierräumen in den Hofeinbauten bieten Raum für verschiedene Haushaltsformen und soziale Durchmischung.