Kindergarten Dättnau 2009
Projekt, Ausführung
Auftraggeber: Keller AG Ziegeleien, Pfungen
Bauleitung: Keller Prefadom AG, Pfungen
Bauingenieur: Bona & Fischer, Winterthur
Fotos: Christian Schwager und coon architektur
Der Weiler Dättnau entstand an einer römischen Wegkreuzung, anfänglich um 600 n. Chr. in Form von allemannischen Einzelhofsiedlungen mit kyburgischen und habsburgischen Bewohnern. Der neuzeitliche Lehenshof brannte 1883 zusammen mit anderen Gebäuden des Weilers ab. An Stelle des Lehenshofes wurde das heute noch erhaltene Bauernhaus erstellt. In den 60er Jahren wurde das Gebäude im Stallbereich um 1 Achse erweitert.
Als erster Teil eines Bebauungskonzeptes für den Weiler Dättnau wurde das Bauernhaus umgebaut und renoviert. Der Stall- und Scheunenteil wird nun von einem Kindergarten und einer Kindertagestätte genutzt, der Wohnhausteil wird ebenfalls durch die Kindertagestätte belegt.
Die Tragstruktur des Scheunenteils wurde erhalten, gedämmt und innen wie aussen neu verkleidet. Die neuen Öffnungen sind in die vorhandene Struktur eingeschrieben und zeichnen das Fassadenbild der ehemaligen Nutzung als Scheune nach. Die Dachflächen konnten mit nach innen gestülpten Oblichtern, welche in der Dachfläche mit Glasziegeln eingedeckt sind, geschlossen gehalten werden, ohne dass für die Belichtung der Dachgeschosse Lukarnen gebaut werden mussten.
Der Treppenhausbereich ist mit geschliffenen Unterlagsböden, Betontreppen, Betonwand und verputzten Wänden in Stein materialisiert. Die Räume für die Kinder sind mit Decken und Wänden aus Dreischichtplatten, beigen Linoleumböden in Holz ausgebildet.


















